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Die Glocken

von St. Laurentius, Großgründlach

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Das Glockengeläute von St. Laurentius anhören (MP3 - 2,41 MB)



Als klingende Instrumente laden die Glocken zum Gottesdienst. Sie unterstreichen die Feste und sind oftmals die einzigen Stimmen der Kirche, die an jedes Ohr dringen und nicht nur Gläubige rufen, sondern auch Abseitsstehende mahnen. Den alten und kranken Menschen, die nicht mehr am Gottesdienst teilnehmen können verkünden sie, dass sie mit der betenden Gemeinde vereint sind. Für viele sind Glocken ein unaufdringliches Zeichen dafür, dass die Kirche am Ort präsent ist. - Es gab Zeiten, da Glocken zweckentfremdet wurden. Mögen wir vor solchen Zeiten verschont bleiben und ihren Klang in rechter Weise zu deuten wissen.

Heute finden sich im Turm der St. Laurentiuskirche drei Glocken:

a) (in der Mitte) die große Glocke von 1765, Schlagton f ´´, Gewicht ca. 940 kg.

An der Schulter trägt sie die Inschrift "GOSS MICH VIKTOR CHRISTIAN HEROLD IN NÜRNBERG ANNO 1765", an der Flanke "IN / DEI HONOREM / ECCLESIAE COMMODUM / ET / SEMPITERNAM MEMORIAM / MARITI INTER COELITES RECEPTI / IOH: SIGISM: PFINZING /AB HENFENFELD, GRÜNDLACH, REUTLES ET KIRCHENSITTENBACH / DUUM V. IN REP. NOR. PRIMARII CAET: CAET:/ STIRPIS SUAE GENTISQUE VLTIMI / D. D. D. / MOESTISSIMA VIDUA / SOPHIA MARIA PFINZINGIA / NATALIBUS HALLERIA AB HALLERSTEIN", sowie das Allianzwappen Pfinzing (gestürzt).

b) (nördlich) die mittlere Glocke von 1793, Schlagton äs ´´, Gewicht ca. 555 kg; der beim Absturz der Glocke im September 1918 abgesprengte Doppelkronenbügel ist durch eine Eisenstange ersetzt. Inschrift an der Schulter " GOSS MICH ARTILERILIEUTENANT STUMM IN N URNBERG ANNO 1793 ", an der Flanke Hallerwappen, darüber "I. S. H. v. H. ADM." (= Johann Sigmund Haller von Hallerstein, Administrator der Herrschaft Gründlach).

c) (südlich) die kleine Glocke von 1924 (anstelle der 1917 abgelieferten Taufglocke von 1913), Schlagton b ´´, Gewicht ca. 380 kg. Gegossen von Karl Heller in Rothenburg, trägt sie die Inschrift "GLORIA DEO IN EXCELSIO 1924".

(Quelle: Bertold Frhr. von Haller, St. Laurentius in Großgründlach, Nürnberg 1990, S. 170)



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