Konfi14s - Konfi for Teens

Konfi14s (gesprochen: Konfi for Teens) heißt der Konfikurs für die Jugendlichen, die dann mit 14 konfirmiert werden.

Thema bei Konfi14s ist das Leben der Jugendlichen, wie sie es erfahren und wie in der Welt der Jugendlichen Glauben aussehen könnte. Die inhaltlichen Schwerpunkte und Methoden unterscheiden sich dem Alter der Jugendlichen entsprechend deutlich vom KOnfikurs für KInder wie auch von manchen traditionellen Konfirmandenkursen. Wir haben hier keinen Lernstoff wie in der Schule und unterrichten auch nicht den Katechismus wie in früheren Konfirmandengenerationen.

Weil es ein gutes Alter ist, sich mit dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen und weil Menschen in Deutschland mit 14 Jahren als religionsmündig gelten, also eigene Glaubensentscheidungen treffen dürfen, ist das Alter für die Konfirmation das 14. Lebensjahr. Ausnahmsweise können Jugendliche mit 13 Jahren konfirmiert werden, wenn sie die 8. Klasse besuchen.

Die Konfirmandentage beginnen oft mit einem Film. Die von Jugendlichen gedrehten Clips zeigen jeweils eine typische Lebensfrage Jugendlicher: Leistungsdruck, Mobbing, Liebeskummer, Trauer, Stress unter Geschwistern oder soziale Ungerechtigkeit. Themen, wie sie Jugendliche kennen. Welche Perspektiven könnte der Glaube in diesen konkreten Situationen aufzeigen? Und wie könnten sie das persönlich als junge Mädchen und Jungen dann ganz konkret umsetzen?

Auf der Suche nach Antworten lesen die Jugendlichen gemeinsam in der Bibel. Sie versuchen zu verstehen, was Glaube in so einer Situation heißen kann und wie man ihn ganz praktisch leben könnte. Dabei erleben sie neben ganz praktisch gelebtem Glauben, auch liturgische Formen wie Taufe und Abendmahl, Sündenbekenntnis und Segen.

Die gefundenen Antworten unterscheiden sich von Jahrgang zu Jahrgang und von Persönlichkeit zu Persönlichkeit. Es geht nicht um den „richtigen“ Glauben, sondern darum, dass ich „meinen“ Glauben entdecke. Jugendliche sollen darüber mit anderen Jugendlichen ins Gespräch kommen. Darum findet viel gemeinsames Arbeiten in Kleingruppen statt, um miteinander eigene Antworten zu finden, die sie sich dann gegenseitig vorstellen. Begleitet werden sie dabei von jugendlichen Konfi-Teamern, das sind Jugendliche aus den letzten Konfirmandenjahrgängen.

Am Ende eines jeden Konfi-Tages schreibt jeder Jugendliche in sein Tagebuch, was er entdeckt hat, wie Glauben aussehen kann in dieser konkreten Situation. Und am Ende des Konfirmandenjahres fasst dann jeder Jugendliche seine Tagebucheinträge zusammen und hält fest, welche Glaubenswege er für sich persönlich entdeckt hat. Die Antworten fallen sicher unterschiedlich aus, wie es der Individualität der einzelnen jungen Menschen entspricht. Am Konfirmationstag werden die Jugendlichen gefragt, ob sie unter Jesus Christus, ihrem Herrn, leben, im Glauben an ihn wachsen und als evangelische Christen in seiner Gemeinde bleiben wollen. Dann wissen sie bei ihrer Antwort auch, wie das in ihrem Leben konkret aussehen könnte.

Pfarrer Gerhard Henzler