Bibel und Koch

Was mir die Bibel bedeutet
 
Jetzt bin ich Mitte Vierzig, lese seit Jahrzehnten in der Bibel (wie das klingt!) und sie ist immer wieder neu, herausfordernd, schwierig und tröstend. Sie ist für mich Gottes Wort, die Verbindung zu ihm, das Buch das mir die Richtung zum ewigen Leben im Himmelreich zeigt.
 
Wie und wie oft ich in der Bibel lese, war und ist nicht immer gleich. Die tägliche Bibellese mit den Losungen und einem Kurzauslegungsbuch habe ich genauso probiert wie die Jahresbibel, mit der man die gesamte Bibel in einem Jahr liest (spätestens bei den Chronikbüchern im Alten Testament hat mich das Durchhaltevermögen leider verlassen). Manchmal schlage ich die Bibel irgendwo auf und lese was da gerade steht. Die Briefe im neuen Testament lese ich am liebsten am Stück. Es gibt aber auch Zeiten, in denen ich keine Lust habe (keine Zeit klingt besser, wäre aber eine billige Ausrede) Bibel zu lesen, weil es mir so anstrengend erscheint.
 
Auch verschiedene Übersetzungen habe ich probiert, wobei mir persönlich die Lutherübersetzung von 1984 am Vertrautesten klingt. Aber das ist das Gute an den vielen verschiedenen Übersetzungen, dass es für jeden die Passende gibt.
Die gute Botschaft in der Bibel, dass Jesus für mich gestorben ist und mich nichts von ihm und seiner Liebe zu mir scheiden kann, trägt mich durchs Leben und verhindert, dass mich das Leben mit allem was mir Angst einflößen will verrückt macht.
 
Vieles in der Bibel verstehe ich aber auch nicht oder vielleicht auch falsch. Deshalb finde ich es so sehr wichtig, in der Predigt am Sonntag die Bibel ausgelegt zu bekommen, mit Anderen Bibel zu lesen und mich darüber zu unterhalten und Gott im Gebet zu bitten, dass er mir hilft, zu verstehen was er mir sagen will. Ich möchte Ihnen Mut machen, in der Bibel zu lesen und jemanden zu suchen, der mitmacht. Wir können als Christen in Deutschland ungehindert zusammen glauben, beten und Bibel lesen - das ist ein großes Geschenk.
 
Ulla Koch
 
Gemeindegruß Nr. 257